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Abteilung: A (Fährtenarbeit) PDF Drucken

Bei der Fährtenarbeit muss der Hund in einem Gelände (z.B. Acker oder Wiese) durch den Einsatz seines Geruchsinnes Gegenstände finden und den erfolgreichen Fund seinem Hundeführer durch ein entsprechendes Verhalten anzeigen. Die Anzahl der Gegenstände und die Länge der abzusuchenden Fährte richtet sich nach den entsprechenden Prüfungsstufen (IPO I-III, FH 1 und FH 2). Die Fährtenhundprüfung (FH 1, FH 2) sind spezielle Prüfungen bei denen der Hund nur in Fährtenarbeit vorgeführt wird. Voraussetzung ist natürlich auch hier, die bestandene Begleithundprüfung.




Unser Hund ist ein Nasentier, das bedeutet er nimmt seine Umwelt in erster Linie mit seiner Nase wahr. Dies machen wir uns bei der Fährtenarbeit zunutze. Der sogenannte Fährtengeruch setzt sich aus dem Individualgeruch des Menschen und den Gerüchen von Boden und beschädigten Pflanzen zusammen. Dem Mischgeruch, der hierbei entsteht, soll unser Hund folgen und somit eine Fährte ausarbeiten

 Das Verweisen von Gegenständen

   Die Gegenstände dürfen nicht zu gross sein, damit der Hund sie nicht zu früh sehen kann. Auch sollten sie nach dem Hundeführer riechen, also vorher in der Jacken- oder Hosentasche aufbewahrt werden. Die Fährtengegenstände sollten idealerweise aus Leder, Textilien oder Holz sein. Verweisen darf der Hund die Gegenstände im Stehen, Sitzen oder Liegen. Dann wird die Leine fallengelassen, zum Hund gegangen, der Gegenstand aufgenommen und mit erhobenen Arm dem Prüfungsrichter gezeigt. Danach setzt man mit dem Vierbeiner die Fährte fort.

Um unseren Vierbeiner nun zum Suchen zu animieren, müssen wir ihm diese Fährte in irgendeiner Weise interessant machen. In den meisten Fällen wird hier mit Futter gearbeitet. Der Ausbilder wird auch hier von Anfang an mit Rat und Tat zur Seite stehen und wertvolle Tipps geben. Scheuen Sie sich nicht, Fragen zu stellen. Die Fährtenausbildung wird oft unterschätzt und hinterher ist es oft doppelt schwer, unerwünschtes Verhalten des Hundes zu korrigieren.

Die ersten Fährten können wir im Welpenalter (ab der 12. Woche) beginnen, dabei sollte man aber darauf achten, dass diese mit einem Erfolgserlebnis für den Kleinen belohnt werden und ihn auch nicht überfordern. Die Anfangsfährten sollten nicht länger als 5m sein und am Ende sollte eine dicke Belohnung warten, z.B. in Form einer grossen Portion Futter. Hierbei muss man die Witterungsverhältnisse, die Bodenbeschaffenheit, die Windverhältnisse und die Grösse des Futters beachten. Sind die Futterbrocken zu gross, kaut der Hund und kann währenddessen seine Nase nicht einsetzen . Es gibt also eine Menge zu beachten, darum kann man nur nochmal betonen, die ersten Fährtenversuche möglichst mit einem erfahrenen Sportsfreund oder einem Ausbilder zu unternehmen.


Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 17. Oktober 2013 um 00:36 Uhr
 
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